Nur die wenigsten werden ohne Hilfe von außen zu Meistern auf der Bühne. Die große Mehrzahl hat Menschen an ihrer Seite – ob Eltern, Lehrer oder Trainer – die sie unterstützen, ihnen Mut zusprechen, sie motivieren und somit als sogenannte „Master“ – Coaches auf sie einwirken.

Eine große Rolle spielt dabei deren Fähigkeit, ihre Schüler zum aktiven Lernen anzutreiben. (Aktives Lernen bezeichnet den Vorgang, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen.) John Wooden, einer der erfolgreichsten College-Basketballtrainer der USA, hatte diese Fähigkeit. Wooden war es sehr wichtig, jedem seiner Schüler genaue Informationen darüber zu liefern, worin und vor allem wie sie sich noch verbessern konnten. Die Schüler wurden so zu Höchstleistungen angespornt und wurden Stück für Stück besser im Spiel.

Studien zeigen, dass es gar nicht so wichtig ist, wie hoch die Fachkenntnis des Trainers ist. Es wurde deutlich, dass viele erfolgreiche Klavier- oder Tennis-Talente in ihrer frühen Kindheit nur fachlich mittelmäßige Trainer hatten, die aber über die Fähigkeit verfügten, bei ihren Schützlingen den Funken der Motivation zu entfachen. Die Leidenschaft und Liebe der Lehrer zu ihrem Unterrichtsgebiet schaffte, über viele Jahre, eine brennende Motivation in den Schülern.

Ein ausgezeichneter Trainer vereint natürlich am besten Leidenschaft, Liebe und Fachwissen, um seine Schüler motiviert zu halten und das aktive Lernen zu fördern.

Je älter und fortgeschrittener der Schüler ist, desto wichtiger wird das aktive Lernen.

In den jungen Jahren hingegen ist es in erster Linie entscheidend, die nötige Liebe und Leidenschaft für den entsprechenden Bereich anzuregen. Darum ist es auch so unerlässlich, dass wir in unseren Gemeinden Jugendliche und Kinder motivieren, zu Schauspielen. Erwachsene sollten praktisch und technisch gefördert werden.

Ein Coach – Deine Schritte zum perfekten Spiel

#1 Suche dir einen Coach, der ein tiefes Fachwissen auf der Bühne oder im Film hat. Nur diese sind in der Lage, deine Stärken und Schwächen genau zu analysieren und dir präzise zu vermitteln, wie du an dir arbeiten kannst. Mit diesen konkreten Informationen kannst du am besten handeln und in das so wichtige aktive Lernen eintauchen.

#2 Suche dir einen Coach, der auf deine individuellen Bedürfnisse eingehen kann. Das ist wie bei einem Klavierlehrer, der es schafft, für unterschiedliche Schüler auch individuellen Unterricht anzubieten. Den einen spricht er mit kräftiger Stimme und direkt an, da dieser zwar über gute technische Fähigkeiten verfügt, aber seinem Spiel die Intensität fehlt. Den anderen Schüler spricht er hingegen leise an und gibt nur wenige Verbesserungsvorschläge, da dieser schüchtern und unsicher ist. Beide Herangehensweisen sind fruchtbar und führen dazu, dass sich die Schüler schnell verbessern.

#3 Stelle dich neuen Herausforderungen und mache fröhlich Fehler. Fehler helfen dir zu verstehen, an welchen Punkten du noch arbeiten musst. Dazu gehört natürlich auch, dass du deine Fehler (evtl. gemeinsam mit deinem Coach) analysierst und herausfindest, wie du dich verbessern kannst.