…das war mein Reaktion, als ich auf ein Studium bei Drama Ministry angesprochen wurde. Aber wie kam es dazu?

Im Januar 2016 belegte ich aus beruflichem und persönlichem Interesse ein Seminar mit der Überschrift „Rhetorik und Persönlichkeit“ mit Rolf Dieter und Monica Degen. Da ich als Krankenschwester im ambulanten Pflegedienst und selbstständige Podologin sehr viel mit Menschen in Kontakt komme, erhoffte ich mir davon einen praktischen Nutzen.

Diesen bekam ich auch und dazu viel mehr. Nämlich das Interesse an noch weiteren Seminaren, wie „Körpersprache und Bewegung“. Wieder hoffte ich auf Nutzen für meine Arbeit. Dieses Mal musste ich allerdings feststellen, dass es mehr um Darstellung ohne Sprache, als „non-verbale Kommunikation“ ging.

Aber nun war auch ein neues Interesse in mir (wieder) aufgeflammt. In meiner Schul- und Jugendzeit hatte ich des öfteren Gelegenheit in kleinen Theaterstücken mitzuwirken, was mir immer sehr viel Freude gemacht hatte. Nach und nach kam diese Freude am Spiel wieder zum Vorschein.

In einem Gespräch mit Ruben wurde ich gefragt, ob ich denn nicht Lust und Interesse hätte, mich als Studentin bei DM einzutragen.

Ey, bist du bekloppt?

Meine erste Reaktion war: „Ey, bist du bekloppt? Weißt du wie alt ich bin!?“ Nebenbei bemerkt: Ich war damals gerade 59 Jahre alt geworden. Ich habe aber sehr schnell gelernt: Alter ist kein Hinderungsgrund. Egal, wie alt oder jung du bist, schauspielen darf jeder. Diese Ausrede zählte also schon mal nicht. Ich musste mir etwas besseres einfallen lassen. Meine körperliche Einschränkungen. Aber auch dieses Argument löste sich schnell in Luft auf, denn im Schauspiel soll ich ja ICH sein, wenn ich eine Rolle spiele.

Schlichtweg gesagt: Ich hatte keine Gegenargumente mehr. Da ich aus gesundheitlichen Gründen seit einigen Monaten meinen Beruf nicht mehr ausüben kann, hatte ich ja eine zeitliche Lücke, die ich unbedingt wieder füllen wollte. Nach einigem Überlegen und Abwägen (und einigen weiteren Argumenten es nicht zu tun, nur um festzustellen, dass es Ausreden sind) sagte ich ja.

Das eine verbindende Ziel

Inzwischen bin ich voll Begeisterung in meinem Studium und freue mich über die Begleitung und jedes einzelne Seminar. Besonders begeistert mich die Begegnung mit genauso motivierten und nicht nur wesentlich jüngeren Menschen. Wir alle haben das Ziel Menschen mit der Kunst des Schauspiels, in welcher Form auch immer, für den Glauben an Jesus Christus zu interessieren und sich damit zu beschäftigen.

Dieser Glaube ist was uns verbindet in aller Unterschiedlichkeit von Gemeinden, Alter oder Herkunft.

Dieses Jahr freue ich mich vor allem noch auf das Seminar über Moderation, da dieses nicht nur für Schauspiel und Regie gedacht ist, sondern für alle, die in ihren Gemeinden verantwortlich mitarbeiten. Sehen wir uns? Ich freue mich auf dich!